Oase

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und wieder geht eine wunderschöne Fahrt zu Ende.

Es gab wieder die einen oder anderen Ausfälle,
Geschäftsideen und Liedertexteinfälle, die nur noch
zu Geld gemacht werden müssen.

Chronik einer Fahrt aus Sicht eines noch nüchternen:

Donnerstag:
Anreise in den Moloch des Mesumer Hauptbahnhofes.
Abfahrt mit dem Zug in Richtung Rheine.
Weg war das erste Pilsbier.
In Rheine Umstieg in den IC in Richtung Norden.
OHNE SAMBA!!! Na ja, was soll’s.
Wieder ein Pils weg.
Auf der Fahrt immer wieder die Überlegungen, wann wir denn endlich
aussteigen, zum Flughafen fahren und nach Malle fliegen würden.
Nix da, das hat die Reiseleitung sauber durchgezogen.
Darauf ein Bier….
Ankunft Norddeich Mole. Umstieg auf die Fähre und dann ein Pils.
Und endlich begannen die Ausfälle.
Noch nicht ganz auf dem “Sonnendeck angekommen und Platz genommen
Verschüttet unser Günter unter dem Getöse aus Andre’s Gettokofferradio mit
Blauzahn sein Bier passend auf der Bank und in meine Hose.
Macht nichts, da kommt man gut ins Gespräch. Natürlich auch dank Andre.
Scheinbar war Andre’s Unterhaltung mit seiner Bekanntschaft so betörend, dass
sie kurzer Hand von der Bank fiel.
Ende gut alles gut, Anlanden auf Norderney. Ach ja, zwischendurch noch ein Pils.
Jetzt wurde die Reiseleitung nervös, denn auf dem riesigen Busbahnhof warteten
drei Busse. Welcher war unser? Nach langem hin und her war der Richtige gefunden,
der dann zusammen mit den anderen Beiden zu unser Haltestelle fuhr.
Nach weiteren planlosen 5 Gehminuten Ankunft am Hotel. Schon lange kein Bier mehr gehabt.
Es blieben uns jetzt noch genau 15 Minuten zum Einchecken, frisch machen und
Einnehmen der Plätze beim Italiener, von dem zu der Zeit noch niemand wusste,
wo der überhaupt war. Was soll ich sagen, dank der hervorragenden Reiseleitung
lag der Italiener genau gegenüber.
Also hin da, rein und dann……. 1 Pilsken.
Dann der erste offizielle Akt. Wir mussten noch unseren Bewegungslegastheniker anrufen.
Er hatte sich beim Beachen (nä nä, nicht auf Norderney) das Knie verdreht.
Bestimmt auch von irgend einer Bank gefallen…..
So, was sagte der Liebe Gott, als er das Ruhrgebiet erschaffen hatte? “Essen ist fertig”
Hat auch jeder etwas bekommen. Außer Günter, seine Pizza Hawai musste scheinbar
erst noch eingeflogen werden. Darauf erst mal was trinken.
Irgendwann waren dann alle satt und es galt zu klären wo die erste Tanzkarte voll
gemacht werden sollte. Dank guter Recherche war schnell der KC Norderney ausgemacht.
Manche kennen ihn vielleicht unter Tante Jens
(guckst du)

 
Wie im Puff. Schön vor die Tür stellen, klingeln, in die Kamera lächeln und warten…
Tür geht auf und nach der Frage wie viele Kerle denn rein wollen war sie auch schon
wieder zu. Leider vor unserer Nase. Also Rückzug und neue Strategie ausbaldowert.
Nach nebenan in die Haifischbar. Und hier saßen sie, die Nichtreingelassenen der Insel.
Auch bei der Fischerkate gab es doch Türsteher, die keine betrunkenen Damen
rein ließen. Na dann erst mal ein paar isotonische Durstlöscher.
Schlachtplan mit den Ladies: Jede von denen nimmt ein bis zwei von uns unter
den Arm und dann rein in den Schuppen.
Hat geklappt, um dann zu sehen, dass in dem Laden gar nichts los war.
Das hat Andre dann geändert nachdem er den Handlauf hochkannt gesehen hat.
Stangentanz vom Feinsten. Hat er nicht zum ersten Mal gemacht.
Tante Jens hat mir dann ein wenig Angst gemacht. Auf die Frage von Christian, wann
er denn wieder singen würde, kam die Antwort: “Heute wird nicht mehr gesungen,
nur noch geblasen.” Sprach’s und strich beim Bierübergeben noch sanft über
Christians und Olafs Handrücken; schauder……
Er hat dann aber doch noch einmal gesungen.
Nach ein paar Pils und Scheidebecher dann beim nach draußen Gehen der Schock:
Olaf hatte bemerkt, dass die Treppe, die wir beim Eintreten ins Lokälchen
schon nicht benutzt hatten, gar nicht da war.
Da hat Tante Jens den Laden wohl über den Abend anheben lassen….
Na ja manche von uns hat es dann noch an den Strand getrieben. Und was gab
es am Strand? PILS
Stephan hatte dann wohl eins zu viel abbekommen. Als er sich auf den Weg nach
Hause machte war, wie bei Olaf die Treppe, sein Hinweg weg. Ende vom Lied:
Er irrte die halbe Nacht über die einsamste Insel der Welt…
Der Rest hat es dann zum Hotel geschafft. Nun ging die Klopforgie los, da es
für jedes Zimmer nur einen Schlüssel bei 2 Mann Belegung gab.
Nachdem Günter 30 Minuten an Stephans Tür gewemst hat, ging er mal zum
Portier, der ihm sofort den Erstschlüssel gab. Ergo, Stephan irrte immer noch
durch die Straßen.
Peter wollte auch ins Zimmer. Gerold fühlte sich durch das Gedresche auf die
Tür nicht angesprochen. Olaf schon. Er wurde ja schon durch das “Klingeln” von
Günter geweckt. So, endlich alle im Bett.
Denkste! Herr Grothues musste noch bei Olaf ins Zimmer. So begann auch er
behutsam zu klopfen, was nicht lange so blieb. Er hörte erst auf zu klopfen, als Olaf
ihm mitteilte, die Tür ist nur angelehnt.
Ab nach Bett……..

Freitag:
Erste Ausfälle beim Frühstück: Gerold liegt in Essig.
Macht auch nichts. Er verpasste wettertechnisch nichts. Der Regen stand waagerecht
in der Straße. Laut Tilli war der Bürgersteig deswegen auch trocken.
Was tun? PILSKEN!!!! Was liegt da näher als die Hoteleigene Spelunke, der
Seehund, der übrigens genau so verdrehte Beine hatte wie unser Bernd zu Hause.
Da aber hier schon wieder die ersten Rolatorfreunde nach unseren neuen Tanzkarten
für den Tag schielten, haben wir dann das Extrateuer vorgezogen.
Hier gab es dann Kaffee, der ein oder andere bekam auch eine Latte, und natürlich
auch ……. Pils.
Nachdem Günter sein drittes Kaffe-Sahne-Kakao-Baileys-Mixgetränk zu sich genommen
hatte, kamen uns doch Zweifel, ob diese Eiweißersatzdrinks nicht die Energiebilanz
seines Edelkörpers durcheinander bringen könnten.
Stephan erzählte dann etwas von Kohlehydraten, die er für seinen Sohn immer
zählen muss. Und da war sie, die erste GESCHÄFTSIDEE des Tages:

DAS ULTIMATIVE KOHLEHYDRATESIEB


Abgestuft in vier Größen wird das der Renner.
Der Sendplatz bei QVC ist schon gebucht. Darauf ein Bier.
Einige Kaltgetränkeeinheiten weiter der nächste Burner:
Günter fing wieder an seinem Handy zu fingern. Teilweise waren die Arme
nicht lang genug für die Buchstäbelchen. Da kam uns doch wieder eine feine
GESCHÄFTSIDEE:
Wenn man ohne Brille alles verschwommen sieht, dann müsste man doch alles
klar sehen, wenn die Buchstaben entsprechend verschwommen sind, gell.
Da war sie geboren, die

DIOPTRIENFOLIE MIT POLARISATIONSFILTER FÜRS HANDY


Es stand der nächste Höhepunkt der Fahrt an: Die Ermittlung des neuen Orgateams.
Also ab zum Strand. Bei dem Wetter ja auch eine top Idee.
Nach zwei Runden Wikinger Flunki Holz war es dann geschafft. Kurz vor der ersten
Erfrierung konnten Gerold und Günter die Auszeichnung entgegen nehmen.
Auf zur Surfbar, ein wärmendes Bier nehmen.
Es wäre nicht Andre, wenn er nicht bevor er sich noch setzt schon vom weib-
lichen Geschlecht angesprochen wird. Na, es wurde aber dann ehr ein Streichelzoo.
Knapp einer Versicherung entkommen gab es dann noch ein paar Glühkorn um
dann wieder im Hotel einzufallen. Kurz aufs Sonnendeck und dann eine
Kleinigkeit zu essen. Die Kleinigkeit lag dann in Form einer halben Kuh vor einigen.
Dafür hatte Tilli eine Scholle, die eine Einheit mit ihren Gräten eingegangen war.
Aufgrund des extremen Preisgefälles zwischen dem Italiener vom Vortag und dieser
Edelbutze, wurde der Absacker ins Extrateuer verlegt.
Hier dann ein paar lecker Grappa, Long Island Icetea und Pils um dann festzustellen,
dass Bett auch nicht schlecht wäre……..
In Gedenken an Bernd haben Tilli, Andre und Christian noch ne Weile Paralympics
geguckt. Natürlich bei diversen Kaltgetränken.

 

Samstag:
Der Blick auf das Wetter ließ nur Gutes erwarten. Schön viel Sonne.
Also, ausgiebiges Frühstück und dann die Sachen gepackt für den Marsch
zur Oase.
Wer konnte denn ahnen, dass auf dem Weg zur Oase noch die weiße Düne
unseren weg kreuzte.
Fein Halt gemacht und weil es gerade passte ein lecker 11-Uhr-Pils bestellt.
Schön auf den Ergoliegen in der Sonne liegen.
Bei Martin hatten wir etwas Angst. Da stand geschrieben:
“Fat Boys nicht mitnehmen”
Martin, ich hoffe, du nimmst es uns nicht übel ;-)
Es ging dann doch noch weiter. An der Oase angekommen waren wir gefühlt
die Letzten. Der Mob war schon in Wallung. Wir haben erst mal von außen
sondiert und dann kam der Befehl: ANGRIFF, REIN DA!
Ja und dann nahm das Elend seinen Lauf.
Alle, die man mehr oder weniger auf der Insel schon gesehen hatte, hatten
die gleiche Idee wie wir. So ein Zufall für einen Geheimtipp. Und ich sagte noch:
“Hier könnte man schön einen Kaffee trinken.”
Einen gefühlten Hektoliter Bier weiter war dann Almabtrieb zum Bus.
Wurde auch Zeit. Stephan wollte schon anfangen Aperol Spritz zu trinken, was
einem Suizid nahe kommt.
Er hat sich dann auf seine Tugenden besonnen und den Bus bespaßt.
Wir wissen nicht was er gesagt hat, die jungen Damen in der letzten Reihe
haben es ausgequiekt. Dann hat er noch den ganzen Bus am Abend in den
Kings Club zu Tante Jens eingeladen.
Hier sind wir dann auch aufgeschlagen und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Nur Tilli war nicht mehr ganz bei sich.
Eigentlich schon seit über einer Stunde Richtung Hotel ins Bett, tauchte er auf einmal
wieder im Club auf. Sichtlich verwirrt.
Er hatte es Stephan gleich getan und sich die Insel bei Nacht angeschaut. Unfreiwillig.
Da Tilli der Kassenmeister war, war es gar nicht so unübel, dass er wieder erschien.
Er wurde auch direkt von Tante Jens zur Kasse gebeten. Dumm nur, er wusste nicht,
Christian hatte ihm das Geld in die Hemdtasche gesteckt.
Er suchte in der Hose. Nachdem er Olaf und Stephan ausgeplündert hatte passte es dann.
Was kommt, wenn es abends ins Hotel geht. Die Schlüsselorgie.
Aber diesmal nur bei Tilli.
Da er beim Portier seinen Zimmerausweis nicht vorlegen konnte, gab es auch keinen
Schlüssel. Da war guter Rat teuer. Selbst in einer solch ausweglosen Situation bleibt
Tilli locker. “Dann Zelte ich halt.” Sprach’s und legte sich mit ein paar Decken bewaffnet
auf eine der Liegen auf der Dachterrasse. Extrem Cabriosleeping!!!!
Wo Andre ihn morgens um 6 dann auch erlöste und ins Zimmer holte.
Endlich alle im Bett.

Sonntag:
Wie gehabt: Frühstück.
Olaf hatte festgestellt: Das bisschen, was ich esse, habe ich gestern getrunken.
Er kam auf 1 1/2 Brötchen, kleines Brezel und ne halbe Pommes, die nicht mal
seine eigene war. Und doch überlebt.
Tilli war auch ganz bescheiden. Er hat, ohne es zu wollen, seine Jacke mit
jemanden geteilt. Er weiß nur nicht mehr mit wem.
Für einen Ausflug in die umliegenden Sehenswürdigkeiten war die Zeit zu kurz.
Schließlich sollte die Fähre schon um 14:15 Uhr auslaufen.
Was tun mit der kostbaren Zeit? Frühschoppen im Extrateuer, gell?
Leider hatte man an einem Sonntagmorgen auf einer Urlaubsinsel mit Partypublikum
nicht mit Gästen gerechnet. Die Bedienung verstand es mit Bravour unseren Tisch
zu meiden. Irgendwann hat es dann doch geklappt.
Bis auf Stephan waren sich alle einig. PILS (und 1 Latte).
Es war scheinbar unser Los, auch hier trafen wir wieder Feierbekannte.
Somit ließen wir das Wochenende in Wehmut ausklingen nicht ohne auch ein wenig
Spaß zu haben.
Bald hieß es auf zum Bus, anstellen am Fährhafen und rauf auf den Kahn.
Auf der Rückfahrt im Zug noch fein Atze hören.
In Rheine angekommen wollte uns die Bahn noch eine Stunde warten lassen.
Aber nicht mit uns. Wir waren ja wieder in Reichweite unserer Frauen, die uns
freundlicher Weise abgeholt haben. Sylvia war recht fix da, Bianca stand noch im
Stau, wo auch immer.
Damit Bernd auch noch etwas von der Fahrt hatte sind wir dann mit Allen beim
ihm eingefallen.
Danach aus die Maus.

 

Montag:
Es erreichte uns die Nachricht, Gerold hätte eine neue Handynummer.
Was da am Wochenende wohl schief gelaufen ist.
Möchte nur an das Gästebuch verweisen……